Wer jetzt im Corona-Lockdown konsequent auf eine zielgenaue Online-Strategie setzt, gehört zu den Gewinnern.

Hier unsere Frühlings-Kampagne für unseren Kunden THOMAS (Google, Facebook, Instagram und YouTube) mit Leads zum Online-Handel.

COENENPARTNER beweist hohe Online-Kompetenz

Die herausragende Performance der THOMAS Online-Kampagne wird durch unseren Mediapartner CROSSMEDIA attestiert:
„Besonders herausstellen möchten wir, dass vor allem der YouTube-Spot großen Anklang zu finden scheint. Dies äußert sich in einer überragenden 100% Durchsehrate i.H.v. 45,3% (die Benchmark liegt bei uns bei 27%).
Neben unserer zielgruppengenauen Aussteuerung in passenden Umfeldern ist die außerordentliche Performance der Kreation von COENENPARTNER zu verdanken.“

www.crossmedia.de

 

Darauf sind wir stolz.

Dieser Spot wurde von unseren online-Kreativen für die THOMAS Targeting-Kampagne konzipiert.

Der Erfolg innerhalb der ersten Woche:

  • 520.000 hatten Kontakt mit dem Video
  • davon haben 44% den Spot angeklickt
  • Benchmark für vergleichbare Kampagnen 27%

THOMAS Cycloon Hybrid – die Weltneuheit speziell für Tierhalter –  saugt nicht nur Tierhaare kraftvoll und effizient, sondern reinigt und erfrischt sogar die Luft.

Um diese Botschaft so nahe wie möglich an die Zielgruppe zu bringen, haben wir zusammen mit unserem Media-Partner CROSSMEDIA eine fokussierte Online-Media-Strategie entwickelt.

Kern der Targeting-Kampagne ist eine Präsenz bei Google, YouTube und in Special-Interest-Umfeldern für Tierliebhaber bis hin zur Hinleitung auf die speziell entwickelte Website mit Weiterleitung zu Webshops verschiedener Handelspartner.

Der neue 30 Sekunden Youtube-Spot, die 6 Sekunden Bumper-Ad-Version sowie die Banner wurden durch das Team von COENENPARTNER entwickelt.

Die Kampagne läuft bis in den Herbst 2018.

Nina Ruge ist überzeugt, dass dies der beste Sauger für ihre Bedürfnisse als Tierliebhaberin ist. 

Positionierung, Name, Look & Feel und Kommunikation stammt von uns.
Der Auftritt dieser WELTNEUHEIT auf der IFA 2017 in Berlin war ein großer Erfolg für THOMAS und für COENENPARTNER.

Was hat „Made in Germany“ mit Donald Trump zu tun?

Der „Let’s make Amerika great again“- Wahlkampf von Donald Trump hat offensichtlich dem Gefühl der Mehrheit der US-amerikanischen Gesellschaft aus der Seele gesprochen. Ein latentes „re-nationalistisches“ Gefühl einer Sehnsucht nach Heimatverbundenheit und einem Gefühl von Ohnmacht, Schutzlosigkeit und Fremdbestimmtheit. Ein zunehmendes Unbehagen, ja Hass auf den bisher angebeteten Götzen „Globalisierung“, die für viele wie eine nebulöse Zukunftsbedrohung erlebt wird.

Egal, wie man Trump beurteilt, sein Druck auf die Wirtschaft zeigt jetzt schon Wirkung: Ford gibt ein Mexiko-Projekt auf, die deutsche Automobilindustrie zittert. Apple geht auf Kuschelkurs.

Dieses Gefühl, die eigene Nation vor dem Abwandern von Ressourcen schützen zu wollen, zeigt sich – wie wir aktuell erleben – nicht nur in den USA. In Europa ist die Angst vor Verlust nationaler Identitäten und Fremdbestimmtheit sprunghaft erkennbar geworden durch Erdrutsch-artige politische Entwicklungen in UK (Brexit), Deutschland (AfD), Holland (Wilders), Frankreich (Le Pen), Italien (5 Sterne), Polen (PIS).

Dazu kommt, dass China seine nationalen Märkte gegen reine Importe schützt. Jeder Automobilkonzern, der in China produzieren will, muss ein Joint-Venture mit einem chinesischen Unternehmen gründen.

 

Was bedeutet das für zukünftige Markenidentitäten und Markenführung?

Vor fast 10 Jahren habe ich zusammen mit Dr. Uwe Lebok einen Artikel geschrieben mit dem Titel „Ein gutes Gefühl zu Hause zu sein – Die Sehnsucht nach Heimat in der Markenführung“.

Bereits damals wurde erkennbar, dass der Schnellzug „Globalisierung“ mit großer Geschwindigkeit in eine Richtung unterwegs war, die bei den Menschen bereits deutlich erkennbares Unbehagen erzeugte.

Was Ende der 90er wie ein frischer Aufbruch einer friedlichen „neuen“ Welt, des unverkrampften Dialoges der Jugend aller Nationen, einer lockeren Art der Selbstverwirklichung und als ostentatives Symbol von Freiheit erlebt wurde ( It’s not a trick. It’s a SONY oder NIKE. Just do it. ) – wurde zunehmend zum Problem für globale Markenpersönlichkeiten und Markenidentitäten. Und zwar dann, wenn sie die nationalen Befindlichkeiten außer Acht ließen (Umwelt, soziale Verantwortung, Gesundheit).

 

„We are the world, we are the people“ heute noch Basis für glaubwürdige Markenidentität?

Wir stellen fest, dass Multikulti-Bild-Vignetten, die früher mal höchst attraktiv waren, heute immer mehr fragwürdig erlebt werden.

Marken, die zuvor den Lifestyle einer neuen Weltgeneration versprachen, entpuppten sich als Sklavenausbeuter der Dritten Welt. Brutale Konzernfusionen hinterließen Arbeitslosigkeit und persönliche Schicksale. „Heuschrecken“ zogen als empfundene Plagen durch die undurchschaubarer werdenden Unternehmen und erzeugen zusammen mit neuerlichen Szenarien des Klimawandels elementare Zukunftsängste.“ (Dr. Uwe Lebok und Michael Coenen 03/2007)

 

Postfaktische Gesellschaft, Re-Nationalisierung, steigende Globalisierungs-Ängste? Was bedeutet das für Markenpositionierung und Markenidentität?

Ist die Zeit für Coca Cola, Nike, Samsung, Apple, McDonald‘s in der Zeit neu erwachten Nationalbewusstseins vorbei?

Werden ausländische Import-Marken, die nicht im eigenen Land Arbeitsplätze schaffen – so wie Trump es für die USA ankündigt – stigmatisiert und durch harte Schutzzölle von den nationalen Märkten ferngehalten?

Bauen wir wieder Mauern auf gegen ausländische Importmarken – wenn sie nicht in unseren eigenen Ländern produziert werden? Macht das Sinn?
Wir, die wir uns für Markenführung, Markenpositionierung, Markenstrategien, Marken-Persönlichkeiten und Markenidentität verantwortlich sehen, müssen uns auf das Entstehen eines neuen Bewusstseins einstellen. Wenn wir genau zuhören, erkennen wir einen Gefühlswandel. War da nicht was? Nennt man das nicht neudeutsch „postfaktisch“?

 

Markenpersönlichkeiten und Markenidentitäten waren immer schon „post-faktisch“.

„Postfaktisch“. Das Wort Unwort des Jahres 2016. Was bedeutet das Wort eigentlich? Und wie ist es gemeint?

„Das Kunstwort postfaktisch, eine Lehnübertragung des amerikanisch-englischen post truth, verweist darauf, dass es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten geht. Immer größere Bevölkerungsschichten sind in ihrem Widerwillen gegen »die da oben« bereit, Tatsachen zu ignorieren.

 

Eines ist klar.

Diejenigen, die das Wort gebrauchen, wollen damit diejenigen diffamieren, in die „Dumpfbacken-Ecke“ stellen, die sich vermeintlich logischen Fakten verschließen und lieber ihrem Gefühl folgen. Ist es verwerflich? Ist es unmoralisch?
Was für eine Arroganz! Was für eine Überheblichkeit! Natürlich nicht!
Postfaktizismus bei Markenführung und Markenidentität?

Marken-Präferenzen entstehen immer schon mehr durch Gefühl statt durch Fakten.
Der Verbraucher wählt jeden Tag. Und zwar nach seinem Gefühl. Er sagt:

Ich wähle die Marke:

  • Weil die Marke genau zu meiner Lebensphilosophie passt.
  • Weil sie nicht für jedermann bestimmt ist.
  • Weil sie mein Lebensgefühl anspricht.
  • Weil ich mich bei ihr geborgener fühle?
  • Weil sie mich auf meinem Lebensweg immer schon begleitet hat.
  • Weil ich mich damit verwöhne.
  • Weil sie mir hilft, mein Leben gesünder zu gestalten.
  • Weil ich damit Liebe oder Freundschaft ausdrücken kann.
  • Weil ich dafür bewundert werde.

 

Wirft man dem Verbraucher deshalb „postfaktisches“ Verhalten vor, zeigt man, dass man von Markenidentität nicht den Funken einer Ahnung hat.

Der Verbraucher überprüft seine eigene Wahrheit und vertraut seinem eigenen Gefühl. Er spürt, ob eine Marke die Wahrheit spricht, ob sie die Umwelt schädigt oder nicht, ob sie die eigenen Mitarbeiter gut behandelt oder nicht und ob sie in armen Ländern auf Knochen der dort lebenden Menschen billig produzieren lässt, um die Gewinne zu steigern. Und ob sie mit Schummel-Software betrügt.

Zugegeben nicht alle, aber immer mehr Verbraucher. Zu viele folgen immer noch dem Götzen „billiger Preis“. Aber das sind ja eher keine Markenkäufer.

 

Wie werden Trump und die Gegenbewegung sich gegen die Globalisierung auf Markenpositionierungen, Markenführung und Markenidentität auswirken?

Der neue Politikstil, der medienwirksam inszeniert wird über Kurzstatements bei Twitter, wird Wirkung erzielen. Menschen, die eine latente Angst zum Thema Globalisierung verspüren, werden ermutigt, ihrem Unwohlsein vor der Zukunft Luft zu verschaffen. Durch ein Wahlkreuz bei AfD, Le Pen oder Partij voor de Vrijheid von Gerd Wilders. Oder beim Kauf von Marken.

 

Das wachsende Unbehagen vor globaler Größe, fragwürdiger Glaubwürdigkeit oder protektionistischem Nationalismus schafft auch Platz für Gegenbewegung.

Dies gilt vor allem für globale Markenidentitäten, aber auch US-amerikanische Marken. Und scheinbar über Nacht werden dann Anti-Marken „en vogue“ bei Konsumenten.
Das Bedürfnis nach Verortung („wissen, wo die Wurzeln sind“), nach Verbundenheit mit Räumen und Menschen sowie nach sozialer Integration wird zunehmen.

In einer hektischeren, immer unsicherer wahrgenommenen Lebenswelt werden sich noch mehr Menschen nach Ruhepolen sehnen. Ihr Wunsch: Sich gehen lassen. So sein können, wie man ist.

Bei der neuen Suche nach Ursprünglichkeit und Ehrlichkeit gibt es für authentische kleine Marken wieder die Chance, das entstehende Bedeutungsvakuum erfolgreich zu füllen.

Erkennbare Beispiele:

  • Die neuen Edel-Burger-Restaurants mit Qualitäten und auch Preisen, von denen
  • McDonald’s und Burger King nur träumen.
  • Fritz Kola als Gegen-Coca-Cola.
  • Das wachsende Interesse an Bio-Produkten und Herkunft aus unbelasteten authentischen Landschaften schafft das Gefühl von Nachprüfbarkeit und Vertrauen.
  • Kleine Craft Beer Brauereien, die durch ausländische Braukonzerne
    (AB Inbev, Heineken, Carlsberg) einverleibten und die damit un-authentisch wahrgenommenen deutschen Traditions-Biere.
  • OPEL wird nicht mehr als „deutsche Marke“, sondern als US-Ableger von GM wahrgenommen.
  • Krombacher ist nicht umsonst die erfolgreichste deutsche Biermarke, eben weil sie eine glaubwürdige und nicht überhebliche Markenidentität hat (im Vergleich u.a. zu „Das einzig Wahre Warsteiner“)

 

Echtes „Made in Germany“ – steigt beim Verbraucher ganz hoch im Kurs.

Qualitative Untersuchung in Deutschland zeigen, dass der Verbraucher die echte Herkunft „Made in Germany“ noch stärker als in der Vergangenheit als „kauftreibendes“ Qualitätsversprechen wertet.

 

Made in Germany – ja, aber!

Die Herausstellung innerhalb der Markenpositionierung wird immer stärker hinterfragt. Eine Entlarvung als „Fake-Label“(„Tut so als ob, aber basiert auf Fernost“) wird hart abgestraft. Die Marke wird schlagartig unglaubwürdig und unsympathisch.

„Make Germany great again!“ hat bisher noch kein deutscher Politiker gefordert.

Aber die Beliebtheit von Wolfgang Grupp, Chef von TRIGEMA, bei Talkshow-Machern zeigt, dass sein Thema hochaktuell ist. Er produziert seine T-Shirts nur am Standort Deutschland und schafft damit Arbeitsplätze in Deutschland.

 

Markenidentitäten mit Heimatidyll bieten allein genommen noch keinen Kaufgrund, Markenidentität mit regionalem oder nationalem Bekenntnis immer mehr!

„Wichtig ist, dass Region/Land und Marke in ihrer Allianz eine Symbiose eingehen: Die Region/das Land als auch die Marke zahlen gemeinsam auf ein Profil oder Marken-Image ein. Würde allein die Herkunft („Made in Germany“ oder die Region („Made in Switzerland“) im Fokus stehen und das Produkt eher am Rande erwähnt werden, hätte man es mit einem klassischen Vampir-Effekt zu tun.“ (Dr. Uwe Lebok/Michael Coenen 2007)

Markenpersönlichkeit ohne Glaubwürdigkeit
ist wie ein Mensch ohne Charakter.

Als ich meine Marketing-Karriere bei Unilever Mitte der 1970er Jahre begann, suchte man bei Neuprodukteinführungen nach einem relevanten, noch nicht erfüllten Produktnutzen, begründete ihn durch eine logische Begründung (Reason-Why) und kommunizierte didaktisch z.B. durch einen eindrucksvollen Nutzenbeweis anhand einer didaktischen Demonstration am besten im Links-Rechts-Vergleich (ohne – mit) à la Procter & Gamble oder durch ein möglichst glaubwürdig erscheinendes „Konsumenten-Testimonial“ möglichst mit kräftiger TV-Werbung.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Schönwetter-Markenführung!

Meine erste Positionierungsstrategie, an der ich mitwirken durfte, war Rahmspinat mit dem Blubb frischer Sahne von IGLO, (den man sehr viel später mit Verona Feldbusch wieder aufleben ließ).

Das war auch die Zeit des TAED-Systems für OMO-reinere Wäsche, des blend-a-med Apfelbisses, der bewies, dass man bei täglicher Anwendung auch morgen noch kraftvoll zubeißen konnte, die Jod-S11-Körnchen (übrigens eine kreative Verkürzung des Phantasie-Begriffs „Sonnenscheinkörnchen“ (S+11 Buchstaben), die gegen die berüchtigte Sittich-Schilddrüsenkrankheit schützen sollten oder das OPEL-Sicherheitsfahrwerk, auf dem man wie auf Schienen fuhr.
Begriffe wie Positionierungsstrategie oder Markenpersönlichkeit gab es natürlich auch schon. Glaubwürdigkeit wurde vom Verbraucher sozusagen unterstellt, wenn sich eine Marke „groß“ in der Werbung herausstellte.

Markenidentität? Markenpersönlichkeit? Der Verbraucher hat es geglaubt und brav gekauft.

 

Lesen Sie hier unsere Infos zu den Markenworkshops mit CoenenPartner!

 

Heute floppen bekanntermaßen 70-90% aller Neueinführungen im FMCG- (Fast Moving Consumer Goods) Bereich. Warum eigentlich?

Liegt es an der mangelhaften Markenführung, an schwacher Markenpersönlichkeit an der fehlenden Positionierungsstrategie?

Oder sind wir heute alle übersättigt von Innovationen, die keine mehr sind? Sind wir müde, immer wieder Neues auszuprobieren und dem so genannten Fortschritt atemlos hinterher zu hecheln? Sehnen wir uns danach, das schon Gute und Vertraute vielleicht einfach nur den kleinen Schritt besser zu bekommen? Und dem, was angeboten wird, zu vertrauen?

Warum, so fragen sich viele, wird ein Golf von Generation zu Generation immer größer und warum inzwischen so teuer wie früher ein kleiner Mercedes? Warum brauchen wir das für unser Leben? Warum bleibt dieser „Volkwagen“ kein Volkswagen? So wie der Name es sagt: erschwinglich für das Volk.

Der Verlust der Glaubwürdigkeit von Marken wird für diejenigen, die für Markenführung oder Markenidentität verantwortlich sind, immer brisanter. Das Thema bekommt einen zunehmend größeren Stellenwert in Marketing.

2016 sagten 70% der Verbraucher: Es ist pfiffig, Handelsmarken zu kaufen, weil man gute Qualität zu einem günstigeren Preis bekommt.

Sagten 2006 noch fast 86% der Verbraucher, dass sie ihrer Marke treu bleiben, wenn sie ihr einmal vertrauen und mit ihr zufrieden sind, sind es heute nur noch 46%.

Markenpersönlichkeit braucht Vertrauen.

Zahlreiche qualitative Studien, die mit psychologischen Methoden hinter die inneren Motive der Verbraucher (Consumer Insights) blicken, zeigen in den letzten 10 Jahren eine zunehmende Skepsis und Ungläubigkeit gegen Markenversprechen. Die Glaubwürdigkeit von Marken scheint eine tiefe Krise zu erleben. Vor allem die bisher innovationsfreudigen, gebildeten Zielgruppen (Moderne Performer und Postmaterielle) werden immer skeptischer.

Nutzenüberlegenheits-Versprechen oder gar Alleinstellungs-Behauptungen werden nicht selten von Fokusgruppen mit Spott und Hohn kommentiert. Man ist nicht mehr bereit, Markenversprechen blindlings Glauben zu schenken. Man macht sich über ungelenke Versuche, Überlegenheitsaussagen glaubhaft zu machen, unverhohlen lustig.

Es scheint sich verstärkt eine kategorisch ablehnende Grundhaltung gegenüber innovativen Konzepten aufzubauen, die nicht mit einer Glaubwürdigkeit der Markenpersönlichkeit in Einklang steht.
Die Menschen sind in ihrer Haltung gegenüber Neuem zutiefst misstrauisch geworden.

Misstrauen ist bekanntlich das Gegenteil von Vertrauen.

Kein Wunder, nach Jahrzehnten des generellen Vertrauensverlustes in der Gesellschaft. Man denke an Bereiche wie Politik, Schule, Aktienmarkt, Arbeitsmarkt oder Kirche.

Fleischskandale, Umweltskandale, Bestechungsskandale, Dopingskandale, Politikerskandale, Sexskandale haben ihre Spuren hinterlassen.

Wem kann man eigentlich noch vertrauen? An wem soll man sich orientieren:

– am Papst oder den Akteuren von Germany‘s Next Topmodel
– an Herrn Müller von Volkswagen oder Günther Jauch?
– an Volkswagen, Samsung , Apple, der DEUTSCHEN BANK, oder ALDI?

Kann man einer Marke noch trauen, die die Verwendung von genmanipulierten Rohstoffen nicht offen kommuniziert?

Kann man der Bahn AG oder den Energiemonopolisten, den Banken trauen?

Ich als Verbraucher beginne langsam zu streiken, will nicht mehr mitspielen, mich nicht mehr vor den Karren spannen lassen.

Und wie reagiert die Markenartikelindustrie?

Mit Online-Präsenz auf Facebook, Instagram oder Youtube, als ob dadurch authentische Markenidentität entstehen könnte.

In Fokusgruppen beschreiben uns Verbraucherinnen HIPP als leuchtendes Beispiel für Glaubwürdigkeit. „Würde dieser Mann seinen guten Namen aufs Spiel setzen, wenn er nicht von seiner Produktqualität uneingeschränkt überzeugt wäre?“ Einem derartigen persönlichen, authentischen Bekenntnis glaubt man bedingungslos. Es wirkt wie ein Faustpfand der Ehre. Wehe, die Glaubensbereitschaft wird eines Tages enttäuscht.

Kein Verbraucher möchte mehr von hochfliegenden Perfektions-Klischees niedergehalten werden. Sympathie und Glaubwürdigkeit erzeugt nur, was authentisch und menschlich ist.

Marken, die ständig versuchen, dem Zeitgeist hinterher zu hecheln und sich nicht treu bleiben, werden immer härter von ihren treuen Kunden abgestraft.

Wer heute dem Verbraucher zuzuhören weiß, blickt in ein verunsichertes Herz. Ein Herz das geradezu nach Vertrauen schreit.

Nur noch wenige besitzen das Schlüsseltalent des Marketings, das heute zunehmend gefordert ist: zuhören können und den Wunsch nach Glaubwürdigkeit erspüren.

Positionierungsstrategie und daraus entstehende Kreativität des strategischen Denkens darf nicht mehr nur bedeuten, immer schneller kurzlebige Innovationen auf den Markt zu werfen.

Vielmehr geht es heute verstärkt darum, die gesellschaftlichen Verschiebungen im Rahmen des allgemeinen Vertrauens- und Orientierungsverlustes für die eigene Markenpersönlichkeit und die Markenführung zu nutzen.

Nur Marken, denen man bedingungslos vertraut, erreichen eine starke emotionale Bedeutung im Leben ihrer Zielgruppen. Dann erst ergibt sich Markenführung einer Markenidentität mit Glaubwürdigkeit.

Kommen wir zu meiner These: Viele alte Traditions-Marken haben im Innovationsboom der 80er und 90er Jahre den Anschluss verpasst. Sie sind gnadenlos abgehängt worden von den modernen, trendbewussten, spritzigen Marken der multimedialen Ära.

Wir erkennen in qualitativen Verbraucher-Untersuchungen, wie stark Verbraucher wieder auf vertrauensbildende Informationen wie:

  • Tradition seit 100 Jahren
  • Familienunternehmen
  • Erfahrung in der dritten Generation
  • Wir bürgen mit unserem Namen
  • Deutsche Herkunft
  • Authentische Herkunft aus Regionen (Allgäu: reine und unverbrauchte Natur; der Norden: Klarheit und Frische; Baden-Württemberg: Genießerkompetenz; aus der Schweiz: leidenschaftliche Verschrobenheit, usw.)
  • Von einer kleinen Manufaktur
  • Konsequente Beschränkung auf einen Spezialbereich ohne Überdehnung der Kompetenz
  • Deutsche Sprache, etwas unbeholfene Slogans statt aalglatter internationaler Slogans à la (amerikanischer) Konzernmarken

Die Verbraucher reagieren auf Glaubwürdigkeits-Aussagen (Reasons to believe) wie auf Leuchttürme im bedrohlichen Nebel. Das ist die Chance für gewachsene Markenpersönlichkeiten.

Die Wurst-Marke Rügenwalder hat offensichtlich vieles richtig gemacht. Sie hat auf ihre Tradition und Herkunft gebaut, hat ihre Kernkompetenz bei Teewurst und pommerschen Spezialitäten gegen alle Mitbewerber manifestiert, hat behutsam Innovationen in ihre eigene Markenbedeutung (Tradition aus Rügenwalde in Pommern) integriert.

Sie hat dann den Trend weg von zu viel Fleischverzehr erkannt und hat sich eine neue Positionierungsstrategie erarbeitet.

Neben deftigen Fleischprodukten bietet die Marke das erste innovative Vegane Wurstsortiment in einem durch Skandale erschütterten Markt.

Markenpositionierung, und Markenführung leicht gemacht? Mitnichten! Vorsicht vor Überdehnung der Kompetenz!

Die Chance für Inhaber von gewachsenen Traditions-Marken sollten ihre Marke im heutigen Umfeld überprüfen und sie zielstrebig ergreifen.

Die Zeit ist reif für glaubwürdige Comebacks von Traditionsmarken.

Gehen Sie schrittweise vor:

  1. Untersuchen Sie mit valider qualitativer Verbraucherforschung den Markenkern und vor allem die emotionalen Bedeutungen, die Ihre Traditionsmarke bei den relevanten Zielgruppen – immer noch – auslöst.
  2. Entwickeln Sie eine Marken-Vision basierend auf den gefundenen Vertrauenswerten der Marke, die glaubhaft in allen relevanten Abteilungen und Ebenen des Unternehmens in der Wirklichkeit auch „gelebt“ werden kann. Der Verbraucher möchte heute die Glaubwürdigkeit des Unternehmens hinter der Marke erkennen können.
  3. Entwickeln Sie mit kompetenten Markenberatern trennscharfe alternative Positionierungs-Konzepte, die in der Lage sind, den stärksten Kauftreiber für Ihre Markenpersönlichkeit herauszufiltern, der heute Kaufbereitschaft auslöst.
  4. Untersuchen Sie, wie viel Tradition auf der einen Seite und wie viel Moderne auf der anderen Seite Ihre Marke tragen muss, um eine erfolgreiche Markenpersönlichkeit mit Relevanz für heute zu werden, ohne ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel zu setzen. Beispiele wie Jägermeister, MINI, Sinalco, Leica oder Birkenstock zeigen wie viel Mut und Entschlossenheit für Erneuerung notwendig ist, um Relevanz im heutigen Leben wieder zu erlangen.
  5. Investieren Sie entschlossen und nicht zögerlich, wenn Sie Sicherheit über die Chancen und Risiken einer Marken-Wiederbelebung erarbeitet haben.

Viele halten den Erfinder der Markentechnik Hans Domizlaff für verstaubt und überholt. Sein Zitat ist fast 80 Jahre alt und heute immer noch – oder wieder?- hochaktuell: „Es gibt keine Dauerverbraucher, die einen anderen Kaufanlass anerkennen als den Glauben an die Qualität, die Preiswürdigkeit oder eine langjährige Gewohnheit.“

Vielleicht ermuntern diese Anregungen manche Inhaber „alter Traditionsmarken“ über Chancen einer glaubwürdigen und vertrauensvollen Neubelebung nachzudenken, ihre vertrauensvollen Markenpersönlichkeiten wieder zum Leben zu erwecken.

Michael Coenen
COENENPARTNER
MARKEN-POSITIONIERUNG
Düsseldorf, 09.11.2016

COENENPARTNER ist eine strategische Markenberatung, die sich auf das Thema Markenpositionierung spezialisiert hat und zum Verständnis der Konsum-Motive der Zielgruppen konsequent mit Consumer Insights arbeitet.

Video: THOMAS Und der Besuch kann kommen.

“Dieser Film spricht mich emotional an, trifft mit dem Thema ‘Schmutz und Gerüche, wenn Besuch kommt‘ voll ins Schwarze und überzeugt mich, dass ein THOMAS Sauger mit AQUA Technology eine einzigartige Lösung ist!”, so urteilte die Zielgruppe Tierhalter in Tests.

Zu sehen auf der Website, am POS, auf Youtube und bei Facebook.

COENENPARTRNER entwickelte für 2016/17 eine Fokusstrategie “THOMAS. Und der Besuch kann kommen.”

endverbraucherstand

Es gibt in Deutschland 12,9 Mio.  Katzen und 7,9 Mio. Hunde. Tierhalter selber haben oft wenig Probleme mit dem Schmutz, den Hundehaaren und dem typischen Geruch ihrer Lieblinge. Anders wird die Sensibilität, wenn es darum geht, Gäste zu empfangen.

gesamtstandUnser Kunde THOMAS ist der einzige – auf AQUA-TECHNOLOGY spezialisierte – Hersteller von Spezialstaubsaugern Made in Germany, der Tierhaltern, die soziale Kontakte nicht meiden wollen, die optimale Lösung bietet.

Für die Beseitigung von Tierhaaren, zur Fleckenentfernung und Luftreinigung sind der AQUA+ PET & FAMILY, der perfect air animal pure und der robuste BOXER von THOMAS genau richtig.

COENENPARTRNER entwickelte für 2016/17 eine Fokusstrategie “THOMAS. Und der Besuch kann kommen.”

Mit dem Messeauftritt auf der IFA (Standgestaltung) und einem emotionalen POS und Onlineauftritt startet im Herbst 2016 die Zielgruppen-Offensive.

‎THOMAS im Fachhandel – PoS erfrischend anders.

crooSerModulHochwertig, puristisch und innovativ – um seine Vertriebspartner noch stärker zu unterstützen, hat der Staubsaugerexperte THOMAS gemeinsam mit COENENPARTNER moderne Präsentationsmodule für den Fachhandel entwickelt.

Shopvision_Kubus_3_Welten_ohne_Schlauch

Das neue Mobiliar in puristischem Design überzeugt mit hochwertigen Materialien und vielen Raffinessen, wie zum Beispiel einer indirekten Beleuchtung und kleinen Flatscreens.

Das innovative PoS-System bietet Platz für die gesamte Produktrange von THOMAS
und garantiert eine anspruchsvolle Aqua-ModulPräsentation des gesamten Portfolios.
Erste Händler haben das THOMAS Mobiliar bereits erhalten
und sind begeistert vom modernen Design. Ein echter Hingucker!